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GSV Pleidelsheim I vor der neuen Saison 2010/2011
vom 18.08.2010



Die Defensive soll zum Prunkstück werden



   
Der GSV Pleidelsheim Bezirksliga-Saison 2010/2011.







Pleidelsheim Der neue Coach Matthias Schmid setzt
beim GSV Pleidelsheim auf mehr Fitness und ein neues Spielsystem. Ziel
sind weniger Gegentore als in der Vorsaison und ein Platz unter den
ersten Sechs. Zum Problem könnte der kleine Kader werden. Von Henning
Maak

Die vergangene Bezirksligasaison ist für den GSV
Pleidelsheim eine einzige Enttäuschung gewesen. Vom Aufstieg hatte man
geträumt, doch bereits zu Beginn der Rückrunde musste man sich von
diesem Ziel verabschieden. Am Ende stand ein ernüchternder achter
Tabellenplatz. Der neue Trainer Matthias Schmid, der in der vergangenen
Runde noch als Kapitän auf dem Spielfeld stand und nun Matteo Battista
nach drei Jahren ablöst, weiß genau, woran es lag: "Wir haben 68
Gegentore kassiert, weil die Mannschaft oft schon nach 20 Minuten kaputt
war", erklärt er.

Es überrascht daher nicht, dass er genau hier den Hebel ansetzen will.
"Die Mannschaft hat in der Vorbereitung gut mitgezogen und macht einen
fitteren Eindruck als im vergangenen Jahr", lobt er. Zudem will er das
Spielsystem leicht modifizieren und dadurch mehr Wert auf die Defensive
legen. Statt des bisherigen 4:4:2-Systems setzt der neue Coach auf ein
4:2:3:1-System. Dass dies erfolgreich sein kann, hat sich beim
KSK-Amateur-Cup in Freiberg gezeigt: Sowohl gegen die Verbandsligisten
SKV Rutesheim und TSV Münchingen als auch gegen den Landesligisten FV
Löchgau unterlag der GSV Pleidelsheim jeweils nur knapp mit 0:1. "Was
wir da im Zentrum geboten haben, war teilweise schon sensationell",
freut sich Coach Schmid.


Erste Wahl als Abfangjäger im defensiven Mittelfeld sind Daniel Mayer
und Alexander Haiber. Für Daniel Mayer, der in den vergangenen
Spielzeiten als Linksfuß stets als linker Verteidiger in der Viererkette
agiert hatte, ist das eine neue Rolle. Zudem hat Mayer das Kapitänsamt
von Coach Schmid geerbt. Auf der Spielmacherposition ist Marcel
Autenrieth in den taktischen Vorstellungen des GSV-Trainers erste Wahl.
"Er muss aber noch torgefährlicher werden", fordert Schmid von seinem
"Zehner". Auf den Außenbahnen im Mittelfeld sieht der Coach Max Fellmeth
auf rechts als erste Wahl, auf der linken Seite sollen wahlweise
Patrick Kraut oder Norman Röcker agieren. "Röcker ist allerdings auch
eine Alternative im Sturm", sagt Schmid.


Dort hat in der Vorbereitung Michel Kowalski einen starken Eindruck
hinterlassen. "Wenn wir nur mit einer Spitze spielen, wäre er für dieses
System prädestiniert", meint Schmid. Allerdings plagte sich der
Neuzugang vom A-Ligisten FV Roßwag zeitweise mit einer
Knochenhautentzündung herum. Axel Bröckel, mit 18 Toren treffsicherster
Angreifer in der abgelaufenen Runde, verpasste urlaubsbedingt einen Teil
der Vorbereitung, so dass Schmid noch selten mit seiner Wunschformation
testen konnte. Als Alternativen im Sturm stehen Patrick Pace und
Saverio Ciriolo zur Verfügung.


Personelle Veränderungen gibt es auch in der Vierer-Abwehrkette: Nach
dem Abgang von Routinier Stefan Tullius soll Neuzugang Marcel Weber
Kommandogeber in der Defensivzentrale werden (siehe "Ein neues
Gesicht"). "Er ist eine Bank", lobt Schmid. Neben ihm ringen Holger Dürl
und Tansel Celiktas um den zweiten Posten in der Innenverteidigung.
Celiktas wäre allerdings auch eine Alternative auf der rechten
Abwehrseite, für die ansonsten Vincenzo Strigaro vorgesehen ist. Auf der
linken Seite könnten Vincenzos Bruder Salvatore Strigaro oder der
A-Jugendliche Patrick Hirsch spielen, auf den der GSV-Coach große Stücke
hält. "Mit seinen 1,90 Meter kommt er auch für die Innenverteidigung in
Betracht. Und für einen Abwehrspieler hat er eine gute Spieleröffnung
und Übersicht."


Ein Routinier ist die neue Nummer eins im Tor des GSV: Der 34-jährige
Jens Lotze, der wie Weber vom SV Freudental kommt, hat schon bei der
SpVgg 07 Ludwigsburg in der Oberliga gespielt. An seiner Seite soll der
A-Jugendliche Jens Krüger, der in der Vorbereitung starke Auftritte
gezeigt hat, zur langfristigen Nummer eins heranreifen.


Es gibt in Schmids Augen nur ein Problem, dass das Saisonziel, unter die
ersten Sechs zu kommen, gefährden könnte: Nachdem kurzfristig auch noch
Thomas Zajac den GSV in Richtung TSV Benningen verlassen hat, umfasst
der Pleidelsheimer Kader gerade noch 17 Feldspieler. Um für den Fall
einer Verletzungsmisere gerüstet zu sein, hat Schmid mit David Innigo,
Marco Montesano und Jerry Torres drei weitere A-Jugendliche an das
Bezirksliga-Team herangeführt.

Quelle: Marbacher Zeitung_____________________________________________________________________

Der Kader

Tor: Jens Lotze, Jens Krüger, Antonio Zinfollino

Abwehr: Holger Dürl, Tansel Celiktas, Alexander Haiber, Marcel Weber, Patrick Hirsch, Salvatore Strigaro


Mittelfeld: Patrick Kraut, Daniel Mayer, Norman Röcker, Max Fellmeth, Marc Riedel, Vincenzo Strigaro, David Inigo, Jerry Torres

Angriff: Patrick Pace, Axel Bröckel, Michel Kowalski, Saverio Ciriolo, Marco Montesano


Trainer: Matthias Schmid

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NEUZUGÄNGE - ABGÄNGE

Abgänge:

Baldassare Cordella, Christian Oswald (pausieren), Stefan Tullius (TSV
Schwieberdingen), Marc Wörle (SV Kornwestheim), Steffen Grün (SKV
Eglosheim), Carmine Montesano (SGV Freiberg II), Matthias Schmid
(Trainer 1. Mannschaft), Bernd Götz, Alexander Weller
(Auslandssemester/USA), Thomas Zajac (TSV Benningen).


Zugänge:


Marcel Weber, Jens Lotze (beide SV Freudental), Michel Kowalski (FV
Roßwag), Saverio Ciriolo (2. Mannschaft), Salvatore Strigaro (2.
Mannschaft), Jens Krüger, Patrick Hirsch, David Inigo, Marco Montesano,
Jerry Torres (alle eigene A-Jugend).


Saisonziel: Unter die ersten sechs kommen

Meisterschafts-Favoriten: Hellas Bietigheim, SpVgg Renningen

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"Ich muss noch lauter werden" Ein neues Gesicht

Neuzugang Marcel Weber vom SV Freudental soll der neue Chef in der Abwehr-Viererkette beim GSV werden.

Warum sind Sie zum GSV Pleidelsheim gewechselt?

Trainer Matthias Schmid hat große Innenverteidiger gesucht, und ich bin
ihm aufgefallen, als ich mit dem SV Freudental gegen den GSV
Pleidelsheim gespielt habe. Außerdem kannte mich GSV-Spieler Daniel
Mayer und hat wohl ein gutes Wort für mich eingelegt.


Was waren Ihre bisherigen fußballerischen Stationen?


Mein Heimatverein ist die SpVgg Bissingen, dort habe ich auch die
komplette Jugend verbracht. In meinem ersten Aktivenjahr bin ich zum TSV
Münchingen in die Bezirksliga gewechselt und gleich in die Landesliga
aufgestiegen. Nach einem weiteren Jahr bin ich dann zum SV Freudental in
die Bezirksliga gegangen, wo ich vergangene Saison gespielt habe.


Vom Landesligisten Münchingen zum Bezirksligisten Freudental hört sich nicht nach Karriereschritt an...


Richtig, sportlich war das ein Rückschritt. Aber in diesem Jahr bin ich
umgezogen und habe die Technische Oberschule abgeschlossen, hatte also
weniger Zeit als sonst für Fußball.


Was sind Ihre Stärken als Fußballer?

Dank meiner 1,90 Meter bin ich natürlich sehr kopfballstark. Zudem habe ich ein gutes Stellungsspiel und bin am Ball ruhig.


Und woran müssen Sie noch arbeiten?


Ich muss noch lauter werden und meine Mitspieler dirigieren. Der Trainer
will, dass Tansel Celiktas und ich mittelfristig zu den Kommandogebern
in der Viererkette werden.


Das Gespräch führte Henning Maak

Quelle: Marbacher Zeitung










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